Das Waisenhaus

Eine große Familie

Langfristiges Ziel von act!orissa e.V. ist es, dem Vorosa Ashram (in etwa „Heim der Hoffnung“), einem Waisenhaus für 50 Mädchen aus den ärmsten Teilen der indischen Gesellschaft zu helfen, von ausländischen Spenden unabhängig zu werden, indem die Mindestanforderungen geschaffen werden, welche die indische Regierung für eine endgültige Übernahme der staatlichen Förderung für diese wichtige Einrichtung vorschreibt.

Dies erfordert Spendengelder für den Bau eines Neubaus nach staatlichen Vorgaben sowie für eine Schutzmauer um das Heimgeländer herum. Außerdem unterstützen wir die Vermittlung von landwirtschaftlichen Kenntnissen wie des Acker- und Gartenbaus, damit sich das Heim selbst mit gesunden und ökologischen Nahrungsmitteln versorgen kann. Auf diese Weise trägt act!orissa e.V. dazu bei, den Mädchen und Frauen auf dem Land die Aussicht auf ein finanziell unabhängiges und selbstbestimmtes Leben zu eröffnen und als Teil ihrer lokalen Gemeinschaft anerkannt zu werden.

Fußballmannschaft des Vorosa Ashram

Wir glauben daran, die Waisenmädchen und ihre regionale Gemeinschaften zu stärken, indem wir helfen, den Grundstein für eine

zu legen. Ihre Spenden können Kindern, die von verarmten Familien zurückgelassen wurden, die Chance für ein würdiges Leben bieten.
Handeln Sie jetzt, werden Sie UnterstützerIn und Verbündete/r!

Als act!orissa in die Förderung einstieg, war das Waisenhaus Vorosa Ashram eigentlich am Ende. Gemeinsam mit einem indischen Sozialarbeiter gelang es, das Heim neu aufzubauen und auszustatten. Jetzt geht es darum, seinen Bewohnerinnen einen guten Start ins Erwachsenenleben zu ermöglichen.

Das Waisenhaus, das nun seit mehr als einem Jahrzehnt von act!orissa unterstützt wird, war ursprünglich von einer amerikanischen baptistischen Kirche gegründet worden. Die Baptisten stellten ihre Förderung allerdings ein, als der zuständige Missionar starb. Für die Kinder und das Team des Waisenhauses kam das damals einer Katastrophe gleich. In dieser Zeit sprang der indische Sozialarbeiter Chabila Naik von der Nichtregierungsorganisation TROOP („Tribal and Rural Organization for Orphans and the Poorest of the Poor“) mit seiner Familie und einigen wenigen Helfern ein. Mit seinen bescheidenen privaten Mitteln versuchte er, die Versorgung der Kinder notdürftig aufrechtzuerhalten. Für den Moment eine unschätzbare Überbrückung, auf Dauer aber – das wusste Naik natürlich -, ein unhaltbarer Zustand.

Die Optionen lagen auf dem Tisch: Entweder es findet sich ein kräftiger Unterstützer, oder aber das Heim muss geschlossen werden. Damals halfen der Zufall und Naiks kommunikatives Werben: Er lernte einige deutsche Studierende kennen, die Orissa und Indien bereisten, machte sie auf die verzweifelte Situation der Kinder aufmerksam. Sie beschlossen, gemeinsam zu helfen, und alles Weitere ist Geschichte: 2006 gründeten die Studierenden act!orissa und halfen zunächst bei der Versorgung der Kinder, später dann bei den Umzügen und dem Hausbau. Im Kern ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Indien dieselbe geblieben: Der in Berlin ansässige Verein kooperiert nach wie vor mit Chabila Naik und dessen Organisation TROOP.

Mädchen bei einer Yoga-Übung

Heute leben, lernen und spielen rund 50 Mädchen im Alter von sechs bis 18 Jahren im neu gebauten Waisenhaus in Mangarajpur. Mit den Spenden und Beiträgen konnten ein stabiles Heim gebaut und ein Gemüsegarten angelegt werden. Die Mädchen lernen nicht nur die nötigen Fähigkeiten, um lokal gut über die Runden zu kommen, sondern bekommen die Chance, auf eine weiterführende Schule zu gehen. Nachhilfeunterricht, Fußball, Karate und Musik – es geht darum, die Kinder und Jugendlichen fit zu machen für ihr Leben in einer Gesellschaft, in der es Mädchen nach wie vor wesentlich schwerer haben als Jungen. Daher ist es besonders wichtig, ihnen bei der Entwicklung einer starken und selbstbewussten Persönlichkeit zu helfen.

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